Männerchor

Nachträgliche Ehrung für Johannes Schlüter zu seiner 70 jährigen Vereinsmitgliedschaft  

Nachträgliche Ehrung für Johannes Schlüter zu seiner 70 jährigen Vereinsmitgliedschaft  

Der Ehrenvorsitzende Reinhard Baule und der Kassenwart Bernward Jörns des MGV besuchten Johannes Schlüter, um ihm nachträglich zu ehren. Der Jubilar konnte dies beim diesjährigen Stiftungsfest nicht wahrnehmen. Baule überreichte Schlüter die Ehrennadel und Urkunde des Sängerbundes, sowie die Ehrenurkunde des Vereins. Er ist seit dem 5.7.1947 Mitglied, erst aktiv, dann fördernd, im Verein.

Johannes Schlüter ist nach Ehrenmitglied Alois Rössig, Ehrenmitglied und Ehrenvorsitzender Heinrich Baule, der Dritte, der dieses Jubiläum feiern kann.

Am 7.5 1947 begann der Verein nach dem 2. Weltkrieg wieder mit dem Singbetrieb. Am gleichen Tag stießen 14 neue Mitglieder dazu.

Anton Bettels, Wilhelm Bettels, Franz Braukmann junior, August Brenneke, Karl Butterbrod, Heinz Eubel, Heinrich Helms, Heinrich Möller, Walter Möller, August Schlüter, Johannes Schlüter, Robert Schramm und Musikdirektor Max Seeboth als Chorleiter ergänzten die „alten“ Mitglieder des Vereins. Bis zum Jahresende bekam der Verein 12 weitere Sänger als Zuwachs.

Ein wenig zur Geschichte: Bei Neubeginn der Chortätigkeit wurden die Übungsabende im Hause Schlüter abgehalten, da dort ein Klavier vorhanden war. Johannes Schlüter Senior war schon seit dem 01.11.1907 Vereinsmitglied. Zu dieser Zeit war es üblich und kam oft vor, dass Vater und Sohn oder Söhne, auch Enkelsöhne im Verein aktiv waren.

 

Text & Foto Wolfgang Greven

 

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Trauer um unseren Ehrenvorsitzenden Theo

Trauer um unseren Ehrenvorsitzenden Theo

Im Alter von fast 68 Jahren ist mit Theodor (Theo) Kreutzkam, ein in Vereinen, Verbänden sowie für die Ortschaft ehrenamtlich engagierter Mitbürger, verstorben.

Der Verstorbene war seit 1964 aktiver Sänger im Männergesangverein Sankt Martinus. Als Vorsitzender stellte sich Theo Kreutzkam von 1996 bis 2008 in die Pflicht für den Männerchor, die Martinis und den Sängernachwuchs. Dank seiner Gestaltungskraft und Überzeugung fanden Chorkonzerte im Ambiente einer Fabrikhalle und auf bäuerlichen Gehöften statt. Für seine Sangesbrüder war es daher eine Verpflichtung, ihn 2009 zu ihrem Ehrenvorsitzenden zu ernennen.
Als Vorstandsmitglied war sein Rat auch im Kreissängerbund Hildesheim gefragt. Viele Veranstaltungen des Männergesangvereins zu besonderen Jubiläen trugen in der Organisation, Durchführung und Außendarstellung seine  Handschrift. Hierbei sah er sich nie als alleiniger „Hauptdarsteller“. Niemals verlor er dabei den finanziellen Blick für das Machbare derartiger Veranstaltungen. Seine Ideen und Kreativität und das „Ärmel hochkrempeln und zupacken“ fanden ihre Anerkennung in der Öffentlichkeit, auch über die Grenzen des Ortes hinaus.

Zu den besonderen Veranstaltungen zählen das 100-jährige Bestehen des Männergesangvereins von 1895, verbunden mit einer Fernseh-Live-Sendung sowie seine Beteiligung zur 1150-Jahrfeier (2004) der Ortschaft Emmerke. Nicht zu vergessen sind Chor-Konzertreisen nach Frankreich und Russland. Als Mit-Herausgeber der ersten Emmerker Chronik in Buchform, mit dem Titel „Emmerke – Dorf im Hochstift Hildesheim“, haben er und weitere Chronisten sich mit der Dorfgeschichte auseinandergesetzt und sie dokumentiert.

In den jungen Jahren verschrieb er sich zunächst der sportlichen Seite als aktiver Fußballspieler. In den Jahren bis 1980 war er im Sportverein als Schriftführer, Kassenwart, zweiter Vorsitzender sowie als Leiter der Fußballsparte verantwortlich. Maßgeblich war auch sein Anteil an der Erstellung der Flutlichtanlage auf dem Sportplatz an der Sportallee.
Sein beruflicher Weg führte ihn und seine Ehefrau von 1980 bis 1983 aus Emmerke heraus. 1983 kehrte das Ehepaar zurück und gründete im Ort die Firma „MuK Kreutzkam-Musterbuch“ auf dem Gelände der ehemaligen Tapetenfabrik G.L.Peine.
Seine persönlichen Kontakte und seine Gedanken für ein friedliches Europa, geprägt durch ersten Begegnungen mit der Damenfussballmannschaft aus der französischen Stadt Chabanais im Jahr 1972, führte letztlich zur Vertiefung und einer formalen Partnerschaft. Als Vorsitzender des Deutsch-Französischen Partnerschaftskomitees setzte er damals erste Zeichen und Signale. Das Ergebnis war nach der Gebietsreform von 1974 dann die Gründung des Vereins Deutsch-Französische Partnerschaft Giesen. Auf der Gründungsversammlung im Jahr 1979 wurde Theo Kreutzkam zum ersten Präsidenten des Vereins, bis November 1980, gewählt. Der Verein ernannte ihn aufgrund seiner Verdienste zum Ehrenpräsidenten.
Seine helfende und unterstützende Art hat auch Spuren bei der Freiwilligen Feuerwehr sowie der Kolpingsfamilie hinterlassen, gefestigt durch jahrzehntelange Mitgliedschaften. Sein finanzieller Einsatz als Privatmann oder Firmenchef war nie ein Streben, um etwas an die „große Glocke“ zu hängen.

Der Privatmann Theo Kreutzkam war ein engagierter Christ und ein leidenschaftlich, historisch interessierter Mann, rund um die Sankt Martinus Kirche Emmerke. Als Vorsitzender des örtlichen Kirchenvorstandes kümmerte er sich nicht nur um fiskalische Belange der Kirchengemeinde. Durch seine Recherche und Hartnäckigkeit konnte nachgewiesen werden, dass der Kirchturm aus dem 11. Jahrhundert stammt. Die Freilegung der „Romanischen Teilungssäulen“ im Kirchturm (2003) waren das Signal und das Ergebnis seiner detektivischen Spurensuche, wobei die Bezeichnung „Entdecker des historischen, ältesten Kirchturms im Bistum Hildesheim“ sicherlich gerechtfertigt wäre.

Dass seine kritische, fachliche und sachliche Art nicht immer die Zustimmung seiner Gesprächspartner fand, versteht sich von selbst. Die Dokumentationen sprechen allerdings für ihn. Sein Ziel, für den grundlegenden Erhalt und die Sanierung dieses historisch, wertvollen Bauwerks zu sorgen, wird allerdings eine Verpflichtung für seine Nachfolger im kirchlichen Ehrenamt und der Kirchengemeinde bleiben.

In den Dienst der Kirchengemeinde stellte er sich auch als Lektor, Kommunion- und Gottesdiensthelfer sowie für liturgische Dienste. Seine letzte Ruhestätte fand der Verstorbene unter großer Beteiligung und Anteilnahme der Dorfgemeinschaft sowie der Abordnungen der Vereine auf dem kommunalen Friedhof.

Text und Foto: Michael Sinai

 

 

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Emmerker Chöre fusionieren

Emmerker Chöre fusionieren

Chorleiter Lothar Wedekind sowie die einstige Vorsitzende des Singkreises Sankt Martin, Hanna Möller und MGV-Vorsitzender Reinhard Baule entschieden sich für eine  Zusammenarbeit als „Gemischter Chor“.

Im 119. Jahr seines Bestehens gehört jetzt mit der aktuellen Jahresversammlung des Männergesangvereins Sankt Martinus von 1895 der reine Männerchorgesang der Vergangenheit an.

Der Vorsitzende des Vereins, Reinhard Baule,  machte bei seinem Jahresbericht deutlich, wie schwierig das letzte Jahr gesanglich war. „Im ersten Tenor waren und sind wir unterbesetzt, so dass nur durch Aushilfen noch gesungen werden konnte. Aufgrund unserer Altersstruktur ist dieses leider ein dauerhafter Zustand, denn Nachwuchssänger sind nicht vorhanden“. In der Chronik des Männergesangvereins ist nachgewiesen, dass sich bereits die Vorstände früherer Jahre der Nachwuchsarbeit verschrieben hatten. Diese führte aber dann nicht zu dem gewünschten Erfolg für den Männerchor.

Der 1986 gegründete Knabenchor wurde zum Jugendchor umbenannt, da auch Mädchen hinzukamen. Aus dem Jugendchor entwickelte und gründeten sich im Jahr 2000 die „Martinis“, deren Repertoire aus Unterhaltungsmusik, geistlichen Liedern sowie Operetten besteht. In der Vergangenheit unterstützten einige Sänger aus dieser Gruppe immer wieder den reinen Männerchor.

Als Nachwuchschor wächst der Kinderchor „Mini-Martinis“ heran, im Moment allerdings nur mit Mädchen.

Da im vergangenen Jahr auch der „Singkreis Sankt Martin“ nach 30-jährigem Bestehen als reiner Frauenchor gesanglich keine Zukunft mehr sah, setzten sich die Vorstände zusammen und entschieden sich für eine Zusammenarbeit. Diese wurde zunächst als Projektchor, unter der Leitung des Musikpädagogen Lothar Wedekind testweise verwirklicht.

Der Leiter des Männerchores, Lothar Wedekind, sieht die Zusammenführung von Männerchor und Singkreis als „Aufbruch zu neuen Ufern“ des Gesangs an. Beide Gesangsgruppen haben erkannt, dass ein alleiniges Weitersingen auf längere Sicht nicht mehr möglich gewesen wäre. Unter den Aspekten: Vernunft, Toleranz und Aufeinanderzugehen sei die Entscheidung gefallen, sich zu einem gemischten Chor unter dem Namen des Männergesangvereins zusammenzuschließen, so der Blickwinkel des Chorleiters.

Wedekind:
„Die angelaufenen Proben sind vielversprechend, wir sollten uns aber auch die Zeit geben, zusammenzuwachsen“.

Lothar Wedekind bleibt als Chorleiter des gemischten Chores in der Verantwortung. Reinhard Baule bat dann die Versammlungsteilnehmer einem Antrag des Vorstandes zu entsprechen, so dass der Name zunächst lauten soll:

Männergesangverein Sankt Martinus Emmerke – Gemischter Chor.

Herausgestellt wurde, dass es sich nicht um eine grundlegende, satzungsrelevante Namensänderung handele. Kritisch, unter Hinweis auf die Vereinstradition sah der Ehrenvorsitzende des Vereins, Theo Kreutzkam, die Notwendigkeit einer Namensänderung als noch nicht erforderlich an.

 

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